Bremsenversagen? Tipps!

· Fahrzeugteam
Ein Bremsversagen bei hoher Geschwindigkeit ist ein seltenes, aber potenziell katastrophales Ereignis. Die richtige Handhabung während solcher Notfälle ist entscheidend, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.
Das Verstehen der Ursachen und das Beherrschen von Selbstrettungstechniken können Risiken erheblich reduzieren.
Häufige Ursachen für Bremsversagen
1. Mangelnde ordnungsgemäße Wartung
Eine vernachlässigte Wartung des Bremssystems kann zu Problemen wie übermäßiger Verunreinigung des Hauptbremszylinders, schlechter Abdichtung, Ausfall der Vakuum-Boosterpumpe, schmutziger Bremsflüssigkeit oder einer Mischung von Bremsflüssigkeiten führen, die bei Hitze Dampfblasenbildung verursacht. Probleme wie Leckagen am Haupt- oder Nebenbremszylinder und Luftbehälter oder Rohrleitungsverbindungen können ebenfalls zu Bremsversagen führen.
2. Betriebsfehler
Unsachgemäße Handhabung, wie z. B. längeres Bremsen auf Gefällen, kann zu Hitzestau in den Bremsbelägen, Verkohlen der Bremstrommeln und schließlich zu einem vollständigen Bremsversagen führen.
3. Überladung
Eine starke Überladung erhöht die Trägheit eines Fahrzeugs unter der Schwerkraft, was direkt zu Bremsversagen führt.
Prinzipien der Selbstrettung bei Bremsversagen
Bremsversagen kann mit den folgenden drei Selbstrettungstechniken behoben werden:
1. Bremsen mit Handbremse
Bei einem Bremsversagen kann die Handbremse zum Abbremsen verwendet werden. Die richtige Vorgehensweise besteht darin, den Handbremshebel schrittweise und abwechselnd festzuziehen und loszulassen, um das Fahrzeug zum Stehen zu bringen. Es ist wichtig, den Sicherheitsknopf am Handbremshebel zu drücken, um ein Blockieren zu verhindern und eine reibungslose Bedienung während des Vorgangs zu gewährleisten.
2. Bremsen mit Untersetzung
Fahrzeuge mit manueller Schaltung können durch Herunterschalten abbremsen. Schalten Sie direkt in den zweiten Gang, lassen Sie das Gaspedal los und ziehen Sie die Kupplung vorsichtig hoch. Dadurch entsteht eine sofortige Bremswirkung. Wenn die Bedingungen es erlauben, schalten Sie weiter in den ersten Gang herunter und schalten Sie die Zündung aus. Verwenden Sie dabei die Motorkompression, um das Fahrzeug zum Stehen zu bringen. Auf steilen oder gefährlichen Straßen können Sie Hindernisse am Straßenrand wie Sandhaufen, Gras, Gräben, Bäume oder Felsen nutzen, um Widerstand zu erzeugen und das Fahrzeug anzuhalten.
3. Notfallmaßnahmen zum Selbstschutz
Sicherheitsgurt verwenden: Das Anlegen eines Sicherheitsgurts verhindert, dass Passagiere bei einer Notbremsung nach vorne geschleudert werden. Wenn Sie keinen Sicherheitsgurt tragen, vermeiden Sie es, der Aufprallkraft Widerstand zu leisten. Verschränken Sie stattdessen die Arme vor der Brust und schützen Sie den Kopf, um Verletzungen zu minimieren.
Schutz der Vordersitze: Die Vorderpassagiere, die sich in der verwundbarsten Position befinden, sollten sich hinlegen oder ihre Stirn mit den Fäusten schützen, während sie den Körper einrollen, um Brust und Bauch zu schützen.
Schutz der Rücksitze: Die Rückpassagiere sollten einen Fuß nach vorne strecken, um sich gegen die Vordersitzlehne zu stützen, während sie sich fest in den Sitz zurücklehnen. Die Arme können Kopf und Gesicht für zusätzlichen Schutz schützen.
Aufprallminderung: Drücken Sie bei Kollisionen mit beiden Händen fest gegen die Armlehnen oder Sitzlehnen, während Sie die Beine abstützen, um die Aufprallkraft abzufangen. Halten Sie den Mund geschlossen und die Zähne zusammengebissen, um Zungenverletzungen zu vermeiden.
Vorbereitung und schnelles Handeln bei Bremsversagen können Verletzungen und Todesfälle erheblich reduzieren. Das Verständnis der Ursachen und das Üben dieser Selbstrettungsmethoden gewährleistet eine bessere Handhabung in Notfällen und erhöht die allgemeine Sicherheit.