Fluidtechnik
Uwe
Uwe
| 12-11-2025
Fahrzeugteam · Fahrzeugteam
Fluidtechnik
Getriebeflüssigkeit spielt eine zentrale Rolle beim Betrieb des Getriebesystems eines Fahrzeugs, da sie als Schmiermittel dient und die Kraftübertragung, Getriebekühlung, Rostschutz und Reinigung erleichtert.
Im Gegensatz zu Motoröl weist Getriebeflüssigkeit eine höhere Fließfähigkeit auf und ähnelt in ihrer Konsistenz Wasser.
Seine dünne Konsistenz ermöglicht einen effizienten Durchfluss durch die Getriebekomponenten.
Das Verständnis der Funktionen von Getriebeöl ist entscheidend für die Langlebigkeit und optimale Leistung des Getriebes. Hier sind die wichtigsten Rollen und Wirkungen von Getriebeflüssigkeit:
Wärmeableitung: Wenn Zahnräder interagieren und während des Betriebs Reibung entsteht, wird erhebliche Wärme erzeugt. Getriebeflüssigkeit fungiert als Kühlmittel, leitet Wärme effektiv ab und hält die Getriebetemperatur in einem akzeptablen Bereich.
Dies verhindert eine Überhitzung, die zu vorzeitigem Verschleiß und Schäden an Getriebekomponenten führt.
Schmierung: Getriebeflüssigkeit ist ein Schmiermittel, das die Reibung zwischen Zahnrädern und anderen beweglichen Teilen im Getriebe verringert. Getriebeflüssigkeit minimiert den Verschleiß von Komponenten, indem sie ein reibungsloses Einlegen und Betreiben der Gänge gewährleistet und so die Lebensdauer des Getriebes verlängert.
Reinigung: Im Laufe der Zeit können sich Verunreinigungen wie Schmutz, Ablagerungen und Metallpartikel im Getriebe ansammeln. Getriebeflüssigkeit hilft, das Getriebesystem sauber zu halten, indem sie diese Verunreinigungen suspendiert und verteilt. Dies verhindert, dass sie Schäden an Zahnrädern und anderen kritischen Komponenten verursachen, und bewahrt so die Gesamtintegrität des Getriebes.
Ein seltener Wechsel des Getriebeöls kann Schäden am Getriebesystem verursachen. Im Laufe der Zeit kann sich der pH-Wert des Getriebeöls ändern, was zu Korrosion der Getriebezahnräder führt.
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Wird das Getriebeöl zu lange nicht gewechselt, kann seine Viskosität steigen, wodurch die Schmierfähigkeit nachlässt. Dies kann zu Getriebeüberhitzung, übermäßigem Kupplungsverschleiß und schlechten Schaltvorgängen führen.
Häufige Symptome von verschlechtertem Getriebeöl sind vermehrtes Stottern beim Schalten, längere Schaltintervalle, träge Beschleunigung aus dem Stand und Vibrationen im Schalthebel.
Es ist zu beachten, dass verschiedene Fahrzeugmodelle möglicherweise bestimmte Arten von Getriebeöl erfordern, die auf ihre einzigartigen technischen Spezifikationen zugeschnitten sind. Faktoren wie Drehmoment, Gewicht, Geschwindigkeit und Getriebestruktur beeinflussen die Wahl des Getriebeöls.
Daher empfehlen Hersteller oft die Verwendung ihrer eigenen Getriebeölformeln, um optimale Leistung und Kompatibilität sicherzustellen.
Die empfohlenen Intervalle für den Getriebeölwechsel variieren je nach Getriebetyp. Bei Automatikgetrieben (AT) ist es normalerweise ratsam, das Öl unter normalen Fahrbedingungen alle 120.000 Kilometer oder unter harten Fahrbedingungen alle 60.000 Kilometer zu wechseln.
Bei manuellen Getrieben hingegen ist unter normalen Fahrbedingungen im Allgemeinen ein Ölwechsel alle 60.000 Kilometer erforderlich. Bei stufenlosen Getrieben (CVT) können längere Ölwechselintervalle gelten, normalerweise etwa alle 100.000 Kilometer.
Getriebeöl spielt eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der Gesundheit und Funktionalität des Getriebesystems eines Fahrzeugs.
Regelmäßige Ölwechsel, die Einhaltung der Herstellerempfehlungen und geeignete Ölformeln sind unerlässlich, um die Lebensdauer des Getriebes zu erhalten und eine reibungslose, zuverlässige Leistung auf der Straße sicherzustellen.
Moderne Getriebeöle enthalten oft Additive zur Leistungs- und Haltbarkeitssteigerung.
Zu diesen Additiven können Antischaummittel, Verschleißschutzadditive und Reibungsmodifikatoren gehören, wodurch die Fähigkeit der Flüssigkeit, Getriebekomponenten unter unterschiedlichen Betriebsbedingungen zu schützen, weiter optimiert wird.